Um wirkungsvoll Probleme beim Bauen zu lösen müssen grundsätzlich die Ursachen von
hohen Energieverbräuchen und Bauschäden der vergangenen 60 Jahre betrachtet werden.

Durch nicht optimale Bautechniken wurden über Jahrzehnte hinweg schädliche Maßnahmen beim Bauen von Wohnungen und Gebäuden getroffen.

Falsche Heizweisen durch Raumlufterwärmung führen dazu, dass die 
Behaglichkeit erst bei hohen Raumlufttemperaturen erreicht wird. Konvektive Wärme
erfordert große investive Maßnahmen bei der Herstellung der Bausubstanz. Es müssen
überdimensionale Querschnitte der Außenwände durch Dämmungen entstehen,
Mehrscheibenfensterglas eingebaut, eine Luftschleuse an der Eingangstür errichtet, die
Luftentfeuchtung durch die kontrollierte Be- und Entlüftung und weitere Maßnahmen
geschaffen werden. Die teuer erwärmte Luft darf nicht verloren gehen.

Dies Alles verteuert das Bauen und Sanieren erheblich. Darüber hinaus steigt das gesundheitliche Risiko durch Baustoffe, die nachweislich toxische Stoffe enthalten oder enthalten haben (Asbest, HBCD in Polysteroldämmungen, Phenol in mineralischen Dämmungen, Zyanid in Holzfaserdämmstoffen). Schimmelpilzbildung, Verkeimung von Lüftungsanlagen und bakterieller Befall von Wohngebäuden haben ihre Ursache in der Regel ebenfalls durch luftdichtes und hoch wärmegedämmtes Bauen, was den solaren Eintrag in die Konstruktion nicht mehr zulässt. Allergien und weitere, noch schwerwiegendere Erkrankungen sind die Folge.

Dies zu verhindern, muss das Ziel sein. Die heutigen Planer sollten die Baukultur der letzten 500 Jahre beachten. Schon die Römer vor 2000 Jahren beheizten ihre Wohnräume mit der Hypokausten Heizung. Luftkanäle führten über den Boden in die Außenwände und erzeugten so über die erwärmten Raumumschließungsflächen einen verbesserten Wärmestrahlungsaustausch innerhalb der Wohnräume.

Die Behaglichkeit wird dabei bereits bei niedrigen Raumlufttemperaturen erreicht, was zu erheblichen Energieeinsparungen führt und die Kondensatbildung an den Innenseiten der Außenwände kann nicht entstehen. Dies wird auch mit innovativen Flächen-Heizsystemen erreicht. Flächentemperierheizungen sind effizient (funktional und wirtschaftlich) in Decke und Wand bei wassergeführten Systemen mit niedrigen Vorlauftemperaturen oder elektrischen Systemen auf Carbon-Basis. Sie erfüllen die Forderungen an innovatives Bauen gleichermaßen, Behaglichkeit, Energie sparen und gesund Leben. Nach „Bedford und Liese“ entsteht die Behaglichkeit für den Menschen in Räumen bereits bei 15°C Raumlufttemperatur, wenn die Oberflächentemperaturen der Raumumschließungsflächen 22°C betragen. Das Wissen über die Physiologie des Menschen unterstützt die Aussagen über die thermische Behaglichkeit. Um dies zu erreichen, bedarf es nur geringer Vorlauftemperaturen, was dem Betrieb von Wärmepumpen entgegen kommt.

Um die Effizienz innovativer Flächenheiz-Systeme weiter zu erhöhen werden
Reflexionsebenen, die Wärme reflektieren und dämmen, eigesetzt. Hier kommen
Reflexionsfolien zum Einsatz, die über hervorragende Reflexions- und Dämmeigenschaften
(Lambda 0,0198 W/mK) verfügen.
Feuchte, die naturgemäß in Wohnräumen entsteht, kann durch einfache Maßnahmen
entsorgt werden. Spezielle Oberflächenbeschichtungen sorgen dafür, dass sich die
feuchteaufnahmefähige Oberfläche deutlich vergrößert. Über die vergrößerte Oberfläche
kann die vom Nutzer erzeugte Feuchte schneller und ohne wesentliche Energiezufuhr
entsorgt werden. Die Verwaltung der Feuchte an der vergrößerten Oberfläche führt zu
schnellerem Abtrocknen und damit zur erwärmbaren Wand. Nur eine trockene Wand kann
sich erwärmen. Mit erhöhten Oberflächentemperaturen von Decke und Wand und dem damit
entstehehenden verbesserten Wärmestrahlungsaustausch wird die thermische Behaglichkeit
schnell erreicht.

Das Ziel
Die trockene und warme Wand
Die Lösung
Flächen temperieren – Wärme reflektieren – Feuchte regulieren

Bewusstseinsbildung zur gesunden und energiebewussten Wohnbebauung

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