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Hier erfahren Sie mehr über die 50% Förderung für solare Prozesswärmeanlagen. Solare Prozesswärme beinhaltet die Nutzung der Sonnenstrahlung zur Erzeugung von Wärme für Prozesse in Gewerbe-, Landwirtschafts- und Industriebetrieben. Auch eine Kälteerzeugung durch Absorptionskältemaschinen ist keine Seltenheit mehr. Geeignet sind Betriebe, die auch in der warmen Jahreszeit Prozesswärme bis zu 150°C oder auch Prozesskälte benötigen. Gut geplante Anlagen in Betrieben mit hohem Wärm- Kältebedarf in den Wintermonaten können diese Systemtechnik auch hervorragend nutzen.

Viele industrielle Prozesse benötigen Wärme zur Durchführung technischer Prozesse. Hier ein paar typische Beispiele für Prozesswärme:

Trocknungs- und Entfeuchtungsprozesse

Trocknungs- und Entfeuchtungsprozesse erfordern  eine Einleitung erwärmte Luftströme über die zu trocknenden Produkte. Eine Temperaturerhöhung im Luftstrom erhöht die Fähigkeit der Luft, Feuchtigkeit aufzunehmen und ab zu transportieren. Die erreicht man kostengünstig durch Solare Trocknungsanlagen.

Vorwärmung von Roh- und Ausgangsmaterialien.  Die thermische Verfahrenstechnik beschäftigt sich insbesondere mit thermischen Trenn- und Reinigungsprozessen wie Destillation sowie mit den Prozessen Rektifikation und Extraktion.

Pasteurisation, Dehydrieren und Sterilisation: Unter der Methode Thermischer Behandlungen können Sie Verfahren zur  Zerstörung von Mikroorganismen durch die Anwendung von Wärme einsetzen. Auch dieser Einsatz bezieht sich auf Prozesswärmeanlagen die bis zu 50 % staatlich gefördert werden.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Waschen und Reinigen

Waschen und Reinigen: Für Wäschereibetriebe ist die Prozesswärmeanlage eine klare rechnerische Größe. Bei der Anlagenwahl ist zu beachten das nicht nur das Warmwasser zu erzeugen ist sondern das man auch mit Solarluftkollektoren die Trocknung steuern kann.

Lüftungsanlagen Die Warmluft aus der Luftkollektoranlage dient vorrangig zur solaren Luft Vorwärmung der Frischluft beim Lackierprozess in z.B. der KFZ-Lackieranlage. Auch hier ist von Prozesswärme aus zu gehen.

Beheizung von Produktionshallen: Ein Interessantes  Beispiel einer Produktionshallenbeheizung  ist ein Gärtnereibetrieb.  Auch hier spricht man von Prozesswärme, da die Wärme für das Pflanzenwachstum benötigt wird.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Anlagengestehungskosten und deren Amortisationszeiten

Schon in Betrieb stehende solarthermische Anlagen zur Prozesswärmebereitstellung können in der Regel bei den Wärmegestehungskosten vielfach mit konventionellen Primärenergieträgern konkurrieren. Gerade in der Prozesswärmeerzeugung, bedingt durch die Bedarfsprofile, lässt sich Solarthermie wirtschaftlich einsetzen.

Durch die permanente Abnahme der solaren Warmluft, auch im Sommer, verglichen mit dem Wohnungsbereich, sind wesentlich höhere Jahreserträge möglich. Je nach Anlage können die Investitionskosten und erzielbaren Solarerträge mit den heutigen Öl- und Gaspreisen konkurrieren. Ein Bereich von 5 – 8 Cent pro kWh ist hierbei durchaus realistisch. Inklusive der 50% – Förderung sinken die Gestehungskosten dann noch auf ca. 2 Cent pro kWh und bei den Amortisationszeiten liegen wir durchschnittlich bei unter 8 Jahren je nach Primärenergieträger. Ein weiterer Vorteil ist der fixierte Energiepreis den Ihre Anlage gewährleistet. Anlagenlaufzeiten sind bei 20-30 Jahren an zu siedeln.

 

 Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)